ABO Wind weist Behauptungen der BI zurück und bereitet Errichtung des Friedberger Windparks vor
ABO Wind wird die Planungen für den Windpark in enger Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Darmstadt als Genehmigungsbehörde weiter voran treiben und die Anlagen möglichst noch in diesem Jahr ans Netz bringen. Jeder Grundlage entbehren in einer Pressemitteilung verbreitete Unterstellungen der BI. "Weder ist unser Bauantrag mangelhaft noch gibt es Anlass, an der Wirtschaftlichkeit der geplanten Anlagen zu zweifeln", stellt Urta Steinhäuser, Mitglied der ABO Wind-Geschäftsleitung, klar.
Auch die jüngste Stellungnahme der Gemeinde Wöllstadt vom 22. Juni 2009, die sich gegen die Errichtung der Windkraftanlagen in ihrer Nachbarschaft ausspricht, steht aus Sicht der ABO Wind AG einer Genehmigung des Vorhabens nicht im Weg. "Einige der vorgebrachten Einwände sind an den Haaren herbei gezogen, andere sind schlicht falsch", kommentiert Urta Steinhäuser.
Allerdings bedarf der Genehmigungsantrag der ABO Wind, der ursprünglich im Dezember 2004 eingereicht worden ist, wegen einer zwischenzeitlich vollzogenen Änderung des Naturschutzgesetzes in Details einer Überarbeitung und Aktualisierung. So muss eine mittlerweile als zusätzliche Anforderung ins Gesetz aufgenommene artenschutzrechtliche Prüfung erstellt werden. Die einzelnen Fachgutachten zu Ornithologie, Fledermäusen und Feldhamstern liegen bereits vor, so dass ein unabhängiger Gutachter die noch ausstehende zusammenfassende Bewertung in wenigen Wochen abgeschlossen haben wird.
Dass sich das Genehmigungsverfahren bereits seit Jahren hinzieht, ist den Behörden anzulasten. So hat das Verwaltungsgericht Gießen im September 2008 die im September 2005 erfolgte Ablehnung des Bau-Antrags durch das Regierungspräsidium für rechtswidrig erklärt und eine Verhinderungsplanung der Stadt Friedberg kritisiert. Nachdem der Verwaltungsgerichtshof Kassel den Antrag Friedbergs auf Zulassung der Berufung abgelehnt hat, ist dieses Urteil rechtskräftig. Daher erwartet ABO Wind nun eine zügige und rechtskonforme Bearbeitung des Antrags.
Durchschaubar und zum Scheitern verurteilt ist der Versuch der Gemeinde Wöllstadt, durch die Umdeklarierung einer Häuserzeile des geplanten Wohngebiets "Ilbenstädter Weg" am östlichen Rand Ober-Wöllstadts in ein "reines Wohngebiet" die zulässigen Lärmgrenzen soweit zu reduzieren, dass der Betrieb der Windräder nicht mehr zulässig wäre. Zum einen ist die planerische Neudefinition nicht sachgerecht, zum anderen überschreiten die Windenergieanlagen auch den Schallimmissions-Richtwert für ein reines Wohngebiet nur so minimal, dass die Planungen dadurch nicht gefährdet würden.
Im Gegensatz zu dem Eindruck, den die Gegner des Vorhabens verbreiten, ist das Areal zwischen Ober-Wöllstadt und dem Friedberger Ortsteil Bruchenbrücken gut geeignet, um in einer für Mensch und Natur verträglichen Weise, Strom aus Windenergie zu erzeugen. Der Standort liegt in einem Dreieck zwischen S-Bahntrasse, Umgehungsstraße (B3 a) und Gewerbegebiet. Die fünf geplanten Windräder stellen eine für das Umfeld vertretbare Belastung dar. Sie werden zusammen jährlich rund 13.500 Megawattstunden Strom produzieren - das entspricht dem Durchschnitts-Verbrauch von 3.850 Familien und reduziert den Kohlendioxid-Ausstoß im Vergleich zur Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern um jährlich mehr als 11.500 Tonnen.
Mit dem weiteren Ausbau der Windenergie wird die Stromversorgung in Deutschland insgesamt sicherer und klimaverträglicher. Wie akzeptabel die damit einhergehenden Beeinträchtigungen sind, mag ein Blick nach Kümmel bei Hamburg verdeutlichen, wo gerade wieder ein Störfall im Atomkraftwerk die Menschen in Angst und Schrecken versetzt hat.
Kurios ist die Behauptung der BI "Lebensraum Wetterau", das Windpotential des Standorts sei nicht untersucht worden und der Betrieb des Windparks nicht wirtschaftlich. Tatsächlich hat ABO Wind mehr als ein Jahr lang den Wind am Standort gemessen und von zwei unabhängigen Gutachtern den zu erwartenden Stromertrag berechnen lassen. ABO Wind plant und errichtet mit 120 Mitarbeitern ausschließlich rentable Windkraftprojekte in neun Ländern mit einem Gesamtvolumen von mehr als 100 Millionen Euro jährlich. Für den in Friedberg geplanten Windpark interessiert sich bereits ein namhafter hessischer Energieversorger, der mit den Anlagen der wachsenden Nachfrage nach in der Region erzeugtem grünen Strom gerecht werden möchte.
Quelle: Pressemeldung ABO Wind AG
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