Alles im grünen Bereich?

06.03.2009 | Köln
Einsparpotenziale für Mieter und Käufer direkt ersichtlich / Zwei Varianten stehen zur Auswahl / Ausweis gibt Tipps zur Modernisierung für Hausbesitzer

Strom- und Heizkosten lassen heutzutage die Nebenkosten in die Höhe schnellen. Um nach dem Einzug oder Hauskauf keine böse Überraschung zu erleben, sollten sich Miet- oder Kaufinteressenten deshalb im Vorfeld schon über den energetischen Zustand...

Strom- und Heizkosten lassen heutzutage die Nebenkosten in die Höhe schnellen. Um nach dem Einzug oder Hauskauf keine böse Überraschung zu erleben, sollten sich Miet- oder Kaufinteressenten deshalb im Vorfeld schon über den energetischen Zustand der Immobilie informieren. "Dazu können sie sich vom Vermieter oder Verkäufer den Energieausweis vorlegen lassen", rät Kai Zitzmann von TÜV Rheinland, der Gebäude entsprechend unter die Lupe nimmt und bewertet. Seit Januar 2009 ist der Energieausweis für alle Wohnhäuser Pflicht, die neu vermietet, verpachtet oder verkauft werden. Das Formular zeigt auf einer Skala von Grün nach Rot die energetische Bewertung des Energiebedarfs- oder verbrauchs des Gebäudes und kann dadurch Rückschlüsse über den künftigen Energieverbrauch für Heizung und Warmwasserverbrauch zulassen.

Grundsätzlich können Eigentümer zwischen zwei Varianten des Energieausweises wählen. Beim Bedarfsausweis, der allerdings für Gebäude mit bis zu vier Wohneinheiten sowie zur Erlangung von Fördergeldern Pflicht ist, ermitteln Experten wie Kai Zitzmann den tatsächlichen und rechnerischen Energiebedarf und dokumentiert den energetischen Zustand des Gebäudes. "Dabei checken wir etwa, ob die Wände, Dach und Keller gut gedämmt und Undichtigkeiten vorhanden sind, sowie ob die Fenster dem aktuellen Standard entsprechen", erklärt der Experte. Außerdem werden bei der Analyse auch noch die Heizungsanlage und der Heizenergiebedarf der beheizten Gebäudeflächen sowie die Warmwasserbereitung berücksichtigt. Dagegen beruht der Verbrauchsausweis auf dem reinen Energieverbrauch der vergangenen drei Jahre. Das Ergebnis dieses Ausweistyps hängt also stark vom individuellen Nutzerverhalten ab und ist daher weniger aussagekräftig.

Egal ob der Energieausweis auf gemessenen Verbrauchswerten oder dem rechnerischen Energiebedarf beruht - er muss in jedem Fall individuelle Modernisierungsempfehlungen enthalten, wie sich die Energiebilanz der Immobilie verbessern lässt. Für den Hauseigentümer können sich diese Tipps durchaus rechnen. Denn: "Je nach Gebäudeart kann der Energiebedarf durch geeignete Sanierungsmaßnahmen deutlich verringert werden - und das ohne auf den gewohnten Komfort verzichten zu müssen", betont der Experte. Das Beste daran: Der Bund bietet für solche energiesparenden Umbaumaßnahmen zahlreiche Förderprogramme an (mehr dazu unter www.bmu.de/energieeffizienz und dann den Link "Fördermittel" anklicken). Somit ist der bedarfsbasierende Energieausweis mit Sicherheit eine lohnende Investition.

Quelle: Pressemeldung TÜV Rheinland Holding Aktiengesellschaft

Dieser Beitrag wurde bisher 77 mal gelesen.
(Rang 463 auf strom-universum.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Neue Energie für Bayern - WSB Unternehmensgruppe eröffnet Büro in Oberfranken

27.04.2012 | Die WSB Unternehmensgruppe weitet ihr Engagement für die erneuerbaren Energien in Deutschland in den...

weiter in Neue Energie für Bayern - WSB ...

Hybridantrieb vs. 1 Liter Motor

19.12.2011 | Der Hybridantrieb und das 1l-Auto sind zwei gegensätzliche Lösungsansätze für dasselbe Problem, mit weniger...

weiter in Hybridantrieb vs. 1 Liter Motor ...

63 Strom- und 53 Gasanbieter kündigen Preiserhöhungen an

17.11.2011 | Zum Dezember und Januar haben 63 Stromanbieter Preiserhöhungen von durchschnittlich 3 Prozent angekündigt. Im...

weiter in 63 Strom- und 53 Gasanbieter ...

RENI-Branchenreports in Vorbereitung - Frühbucherrabatt

07.11.2011 | RENI | Renewables Insight verknüpft fundiertes Wissen aus dem Hause Solarpraxis mit zielgruppengerechter...

weiter in RENI-Branchenreports in ...

"Wir leben Vielfalt und Offenheit"

14.10.2011 | Verivox, Deutschlands größtes Verbraucherportal für Energie und Telekommunikation, hat die "Charta der...

weiter in "Wir leben Vielfalt und Offenheit" ...



Aktuelles

Eine ausgezeichnete Woche für juwi

Projektentwickler erhält Sustainability Award und...

weiter ...

Neuigkeiten

Neue Energie für Bayern - WSB Unternehmensgruppe eröffnet Büro in Oberfranken

Die WSB Unternehmensgruppe weitet ihr Engagement für die...

weiter ...

Hybridantrieb vs. 1 Liter Motor

Der Hybridantrieb und das 1l-Auto sind zwei gegensätzliche...

weiter ...

Weitere Themen

Mit intelligenten Thermostaten Energie sparen

Intelligente Thermostate sind eine weitere Neuentwicklung,...

weiter ...

Große Preisunterschiede bei Grundversorgern

Verivox hat die Strompreise der Grundversorger in...

weiter ...

Archiv

Naturstrom aus Wasserkraft

Wasserkraftwerke sind keine neue Erfindung, ihr System wurde...

weiter ...

Wettbewerb ist der beste Verbraucherschutz

Strom- und Gaskunden werden ihren Versorger in Zukunft...

weiter ...

Verschiedenes

LUXCARA hat Finanzierung für 91 MWp Solarpark im brandenburgischen Briest abgeschlossen

Das Hamburger Investmenthaus LUXCARA hat für den Luxemburger...

weiter ...

Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher

vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an...

weiter ...