Allianz4Good: Licht aus, Klimaschutz an

22.03.2010 | Stuttgart
Manfred Lebmeier, Group Environmental Officer bei Allianz4Good, koordiniert für die Allianz weltweit die Earth Hour 2010. Mit allianz.com sprach er über dieses Ereignis und über das Engagement der Allianz in Sachen Klimaschutz.

Die Earth Hour wurde erstmals 2007 als globale Klimaschutzaktion von WWF (World Wildlife Fund) und Sydney Morning Herald gestartet. Unter Sydneys Federführung war auch Allianz Australien von der ersten Stunde an dabei. Dieses Jahr machen Millionen Menschen in 104 Länder und 1616 Städten mit.

In den letzten Jahren wurde in der Allianz weltweit in erster Linie die Innenbeleuchtung sämtlicher Gebäude unter Umweltaspekten geprüft. Diesmal liegt der Fokus auf der Außenbeleuchtung.

Am 27. März jeweils um 20:30 Uhr Ortszeit sollen weltweit die Lichter ausgehen. Auch bei der Allianz?

Manfred Lebmeier: Ja, auch die Allianz will sich an der Klimaschutzaktion des WWF beteiligen. Sehr auffällig für München: das Licht in der Allianz Arena wird verlöschen.

Wie wichtig ist denn überhaupt Werbung in der Nacht?

Genau das müssen wir prüfen. Wenn zwischen 24 Uhr und 5 Uhr früh zum Beispiel nur zehn Leute an einer hell erleuchteten Geschäftsstelle vorbeigehen, dann steht der Energieverbrauch in keinem Verhältnis zu der tatsächlichen Werbewirkung. Da fehlt die Sinnhaftigkeit.

Um welche Umweltaspekte geht es bei der Außenbeleuchtung?

Grundsätzlich geht es um zwei Dinge: die Lichtverschmutzung und die Energieverschwendung plus CO2-Ausstoß.

Was bitte ist Lichtverschmutzung?

Das ist die Verschmutzung, die durch unnatürliche Lichtquellen entsteht. In der Nacht stören diese Lichtquellen beispielsweise die nachtaktiven Tiere, aber auch den Biorhythmus des Menschen. Warum machen Sie die Vorhänge zu in der Nacht? Weil Sie das Licht stört!

Warum hat die Allianz ein Interesse am Klimaschutz, wo das Unternehmen selbst einen relativ geringen CO2-Ausstoß hat?

Zunächst einmal: 40 Prozent der Schäden, die wir regulieren, werden durch Naturkatastrophen verursacht, wie zum Beispiel Überschwemmungen oder Hurrikans. So wie die Erderwärmung, nimmt auch die Zahl dieser Katastrophen zu. Schon deswegen liegt es in unserem Interesse, den Klimawandel zu bekämpfen und die Aufmerksamkeit mit Aktionen wie der Earth Hour auf Klimaschutzthemen zu lenken.

Außerdem wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen und unseren Kunden zeigen, dass wir unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wenn wir von unseren Kunden verlangen, den CO2-Ausstoß in ihren Fabriken zu verringern, müssen wir auch unseren Teil in unseren Büros dazu beitragen. Wir wollen ein verantwortungsvolles Unternehmen sein, das seinen Worten Taten folgen läßt. Unser Management hat darauf mehrfach hingewiesen; es unterstützt daher eine Vielzahl an Investments in erneuerbare Energien, die einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Was können Unternehmen und Einzelpersonen tun, um mehr Energie zu sparen? Haben Sie ein paar Tipps für uns?

Unternehmen sollten erst einmal die Haupt-CO2-Verursacher ausfindig machen. Für die Allianz sind dies vor allem der Energieverbrauch (Strom, Heizung) und die Geschäftsreisen.

Es gibt eine Menge sehr einfache Maßnahmen, Energie zu sparen: ein Unternehmen kann zum Beispiel das zentrale Gebäude-Versorgungssystem so einstellen, dass um 22 Uhr automatisch alle Lichter ausgehen und die Raumtemperatur reguliert wird; einzelne Mitarbeiter sollten tagsüber das Licht möglichst ausgeschaltet lassen und die Heizung herunterdrehen.

Was das Reisen betrifft, könnte ein Unternehmen zum Beispiel Guidelines erstellen, die den CO2-Verbrauch festlegen. Bei der Allianz muss jede Reise unter 400 Kilometer per Zug erfolgen, während Distanzen über 200 Kilometer nicht mit dem Auto zurückgelegt werden dürfen. Auch die CO2-Emissionen unserer Firmenflotte sind begrenzt; in Deutschland besteht sie nur aus Autos, die weniger als 140 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer ausstoßen. In Frankreich liegt dieser Wert zwischen 120 und 130 Gramm pro Kilometer. In Belgien haben wir außerdem ein spezielles Fahrtrainingsprogramm, das Fahrern umweltfreundliches Autofahren nahebringt. Hier lernen sie unter anderem, die Gänge früher zu schalten.

Haben Sie noch weitere Beispiele für das Klimaschutz-Engagement der Allianz?

Die Allianz hat sich dazu verpflichtet, ihre CO2-Emissionen im Zeitraum von 2006 bis 2012 um 20 Prozent zu senken. Einige unserer Gesellschaften haben diese Marke bereits überschritten, das heißt, wir sind auf dem besten Weg, unser Ziel zu erreichen.

Außerdem haben wir unsere Bürogebäude mit modernen Umwelttechnologien aufgerüstet. Das Gebäude in Unterföhring bei München hat jetzt ein neues um 50 Prozent effizienteres Kühlungssystem, im Vergleich zum alten.

Zusätzlich nutzen wir verstärkt "grünen" Strom, also Strom aus Wind- oder Wasserkraft, abhängig davon, was vor Ort zur Verfügung steht. In Belgien ist das eher Wind, in Deutschland und Brasilien Wasserkraft.

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird.

Quelle: Pressemeldung Allianz Deutschland AG

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