Brauchen wir einen Deckel im EEG 2012?

30.11.2010 | Rethorn
Die anstehende EEG-Novelle wird neue Fördermechanismen für die Erneuerbaren Energien mit sich bringen. Für verschiedene Branchen wird es zu Mengensteuerungen kommen, deren konkrete Ausgestaltung für ihren weiteren wirtschaftlichen Erfolg entscheidend sein können.

Bis zum Herbst 2011 werden intensive politische Diskussionen um die Weiterentwicklung des EEG laufen. Bereits dem Energiekonzept der Bundesregierung ist zu entnehmen, dass die EE-Branche verschiedene Formen der Mengensteuerung erwarten kann. Die konkrete Ausgestaltung verschiedener Boni wird auf dem Prüfstand stehen. Der Ausbau innovativer Mechanismen zur Marktintegration der Erneuerbaren wird deren bisheriges Verhältnis zu den konventionellen Energieträgern grundlegend verändern. Unter Umständen wird sogar der Einspeisevorrang der Erneuerbaren neu definiert werden müssen.

Ein zentraler Aspekt dieser kommenden Diskussionen wird es sein, ob bzw. in welcher Form einzelne Technologien einen 'Deckel' in der zukünftigen Förderung erhalten. Dies machen Namensartikel von Fachpolitikern der Fraktionen von Union (Thomas Bareiß MdB), SPD (Dirk Becker MdB) und Grünen (Hans-Josef Fell MdB) deutlich, die in der aktuellen Ausgabe des Energiepolitischen Informationsdienstes EPID veröffentlicht werden. Am Beispiel der in der Photovoltaik im kommenden Jahr einsetzenden Mengensteuerung zeigen die Bundestagsabgeordneten auf, welche Deckelungen sie für sinnvoll halten - und welche nicht. Dabei reichen die Überlegungen von einem "marktorientierten Ansatz der Mengensteuerung" bis hin zu einer generell stärkeren Begrenzung des Zubaus.

Quelle: Pressemeldung Energiepolitischer Informationsdienst / Ralf Peters

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