Dauerfrost verteuert Heizkostenabrechnung

15.01.2010 | Leipzig
Waren in den letzten Jahren die Heizkostenabrechnungen durch steigende Energiepreise schon sehr üppig ausgefallen, ist zu befürchten, dass durch den seit Jahresbeginn anhaltenden Dauerfrost zusätzliche finanzielle Belastungen hinzukommen.

Ist die Außentemperatur um durchschnittlich ein Grad geringer als im Vorjahr, muss mit einem sechs bis acht Prozent höheren Verbrauch und entsprechend mehr Kosten gerechnet werden. Vorausgesetzt, man legt das gleiche Heizverhalten zu Grunde.

"Aber man kann auch gegensteuern", so Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen. "Wer genau weiß, in welchem Verhältnis Raumtemperatur und Energieverbrauch stehen, kann sein Verbrauchsverhalten und die daraus resultierenden Kosten besser abschätzen."

Um Energie einzusparen, sollten die Wohnräume auch an kalten Tagen nicht überbeheizt werden. Immerhin hilft schon ein Grad geringere Raumtemperatur, ca. sechs bis acht Prozent Energie und damit Kosten einzusparen.

Die richtige Regelung der Heizung über das Thermostatventil kann ebenfalls wirksam helfen. Bei extrem kalten Witterungsverhältnissen und einer weniger effizienten Wärmedämmung am Haus sollte das Ventil eher auf einer mittleren Stellung belassen werden, da eine Nachtabsenkung am nächsten Tag wieder ausglichen werden muss. Dagegen kann bei mehrtägiger Abwesenheit z.B. bei einer Urlaubsreise, durch Herunterregeln des Ventils Energie gespart werden.

"Weiterhin ist es ratsam, die Heizkörper nicht durch Vorhänge, Möbel oder Heizkörperverkleidungen zu verdecken", empfiehlt der Energieexperte. "Das schafft nur Wärmestaus, und Energie geht verloren. Wer Rollläden hat, sollt diese nachts herunterlassen. Die zwischen Rollladen und Fenster befindliche Luftschicht stellt eine zusätzliche Dämmung dar."

Quelle: Pressemeldung Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

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