Die Menschheit steht am Anfang vom Ende des Atomzeitalters

12.04.2011 | Münster
Nach dem Reaktorunfall in Fukushima sieht Jens Peter Molly, Geschäftsführer des DEWI und seit 1973 auf dem Gebiet der Windenergie tätig, die Atomenergie als Auslaufmodell. Im aktuellen IWR-Interview skizziert Molly die Entwicklung der Windkraftnutzung in Deutschland über fast 40 Jahre und zeigt die politische Wirkung des Reaktorunfalls in Tschernobyl im Jahr 1986 auf.

Molly sieht die Menschheit nach Fukushima am Anfang vom Ende des Atomzeitalters.

Molly: "Wer jetzt geregelt und zügig aus der Atomenergie aussteigt und neue Wege geht, wird beim nächsten Unfall nicht das Problem eines schnellen und ungeregelten Ausstiegs haben."

"Regenerative Energien und damit die Windenergie werden beschleunigt ihren Weg machen", so Molly und viele, die bisher gezögert hätten in diesen Industriezweig einzusteigen, würden dies jetzt tun. Beim Größenwachstum der Windenergieanlagen sieht der DEWI-Chef noch lange kein Ende. Weisen heute große Windkraftanlagen eine Leistung von 5 bis 6 MW auf, so kann sich Molly gut vorstellen, dass es in 30 Jahren auch Windturbinen mit 20 MW Leistung und 200 m Rotordurchmesser geben kann.

Quelle: Pressemeldung Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)

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