Energiepreise
Das unabhängige Verbraucherportal Verivox.de hat zum Ablauf der Ankündigungsfrist für den Start der Heizperiode das Preisniveau und die Einsparmöglichkeiten bei Strom und Gas zwischen den Bundesländern verglichen. Die Energiepreise und Sparpotenziale unterscheiden sich regional deutlich.
Gaspreise
Im Vergleich der Bundesländer weisen die Gaspreise deutliche Schwankungen auf. Bei einem Verbrauch von 20.000 kWh pro Jahr geben die Verbraucher in Bremen (1100 Euro), Berlin (1104 Euro) und Niedersachsen (1126 Euro) durchschnittlich am wenigsten aus. Die durchschnittlich höchsten Kosten fallen in den neuen Bundesländern Sachsen (1294 Euro), Mecklenburg-Vorpommern (1277 Euro) und Thüringen (1275 Euro) an.
Auch die Einsparmöglichkeiten durch einen Gasanbieterwechsel sind regional sehr unterschiedlich. Im Vergleich der günstigsten Angebote der lokalen Grundversorger mit den Preisen der Wettbewerber (ohne Vorauskasse) zeigen sich ebenfalls deutliche Unterschiede. Durch einen Wechsel des Gasanbieters lässt sich durchschnittlich am meisten in Hamburg (303 Euro), Hessen (212 Euro) und Schleswig-Holstein (211 Euro) sparen.
Strompreise
Bei den Strompreisen ergibt sich ein ähnliches Bild. Bei einem Verbrauch von 4000 kWh pro Jahr müssen die Verbraucher in den neuen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern (921 Euro), Sachsen-Anhalt (938 Euro) und Brandenburg (942 Euro) am tiefsten in die Tasche greifen. Günstige Preise gibt es in Hamburg (758 Euro), Berlin (758 Euro) und Bremen (846 Euro).
Beim Vergleich der günstigsten Angebote der lokalen Grundversorger mit den Preisen der Wettbewerber (ohne Vorauskasse) finden sich die größten durchschnittlichen Einsparmöglichkeiten in Sachsen-Anhalt (178 Euro), Brandenburg (164 Euro) und Sachsen (150 Euro).
Preisänderungen
Zum 1. September und 1. Oktober haben 196 Gasanbieter Preissenkungen von durchschnittlich 9 Prozent angekündigt. Seit Januar 2009 haben insgesamt 1403 Versorger ihre Gaspreise gesenkt. Damit ist das durchschnittliche Gaspreisniveau um mehr als 20% gesunken. Hätten sich die Versorger streng an die Koppelung des Gaspreises an den Ölpreis gehalten, so wären auch um 5-10% stärkere Senkungen denkbar gewesen. "Da Preisänderungen von den Grundversorgern sechs Wochen im Voraus angekündigt werden müssen", so Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox, "lässt sich jetzt die Entwicklung der Energiepreise zum Beginn der Heizperiode sehr genau abschätzen. Verbraucher sollten anhand ihrer aktuellen Gas- und Stromrechnung prüfen, wieviel sie persönlich sparen könnten", so Reese weiter. Bei Verbrauchern, die noch nicht das günstigste Angebot ihres Grundversorgers nutzen, ist das Einsparpotenzial noch höher.
Der Strommarkt ist aktuell eher ruhig. Zum 1. September und 1. Oktober erhöhen zehn Stromanbieter die Preise um durchschnittlich 5 Prozent, ein Anbieter senkt die Preise um ebenfalls 5 Prozent. Diese geringe Marktbewegung lässt die Strompreise auf hohem Niveau verharren - seit Januar 2005 ist ein Anstieg von insgesamt 20 Prozent zu verzeichnen. "Das ist erstaunlich, da die Großhandelspreise für Strom seit Jahresbeginn massiv gefallen sind", sagt Reese.
Quelle: Pressemeldung Verivox GmbH
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