Energiesicherheit erfordert gemeinsames Handeln der EU
Zu Recht fordert Kommissionspräsident Barroso einmal mehr eine verbindliche internationale Energiecharta. Nach wie vor jedoch weigert sich Russland, diese zu ratifizieren. Ob Putin und Medwedjew sich angesichts der auch in Russland grassierenden Wirtschaftskrise und ihrer Folgen eine solche Verweigerungspolitik noch lange leisten können, bleibt allerdings abzuwarten. Auch wenn es angesichts des Lieferstopps nicht so aussah: Russland ist von den verlässlichen Lieferungen an seine Abnehmer mindestens ebenso abhängig wie diese. Von dieser Erkenntnis werden früher oder später auch die Verhandlungen über das neue Partnerschaftsabkommen profitieren.
Ebenso notwendig ist jedoch eine gemeinsame Energiepolitik der EU. Die Kommission und ihr Präsident haben dazu in Reaktion auf den Lieferstopp aus Russland und der Ukraine eine Reihe richtiger Vorschläge gemacht. Sie betreffen neben der Diversifizierung der Lieferquellen und der flächendeckenden Anlegung von Vorratsspeichern auch die Vernetzung der Transportwege. Viele Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, haben jedoch sofort mit Ablehnung und demonstrativem Zögern reagiert.
Damit torpediert die Bundesregierung sowohl die Verbesserung der Energiesicherheit als auch eine gemeinsame EU-Politik. Im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher ist das nicht, ebenso wenig im Interesse der Wirtschaft. Mit einer solchen Haltung werden Deutschland und die EU nicht zukunftsfähig.
Quelle: Pressemeldung Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Dieser Beitrag wurde bisher 62 mal gelesen.
(Rang 823 auf strom-universum.de)
Weitere News
LUXCARA hat Finanzierung für 91 MWp Solarpark im brandenburgischen Briest abgeschlossen
25.04.2012 | Das Hamburger Investmenthaus LUXCARA hat für den Luxemburger Fonds FLAVEO S.A., SICAV-FIS für seine zwei...
weiter in LUXCARA hat Finanzierung für 91 MWp ...Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher
21.11.2011 | vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an den Kosten der Energiewende
weiter in Netzentgelte: Regierung schröpft ...Die Zeit drängt: Höhere Förderung für besonders energieeffiziente Anlagenkombinationen
08.11.2011 | Für besonders energieeffiziente Anlagenkombinationen gibt es nach den Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen...
weiter in Die Zeit drängt: Höhere Förderung ...Verivox entwickelt Tarifvergleiche weiter
24.10.2011 | Verivox hat seine Tarifrechner für Strom und Gas weiterentwickelt. Künftig werden Verbraucher aufgefordert,...
weiter in Verivox entwickelt Tarifvergleiche ...Mit den Tücken der Tarifrechner umgehen
14.06.2011 | Mit Tarifrechnern im Internet kann jeder genau den Strom- und Gastarif finden, der zu ihm passt - aber nur mit...
weiter in Mit den Tücken der Tarifrechner ...Aktuelles
BASF treibt mit neuer globaler Geschäftseinheit Batterie- Aktivitäten für Elektromobilität voran
Neue Geschäftseinheit "Battery Materials" führt...
weiter ...Neuigkeiten
Neue Energie für Bayern - WSB Unternehmensgruppe eröffnet Büro in Oberfranken
Die WSB Unternehmensgruppe weitet ihr Engagement für die...
weiter ...Hybridantrieb vs. 1 Liter Motor
Der Hybridantrieb und das 1l-Auto sind zwei gegensätzliche...
weiter ...Weitere Themen
Mit intelligenten Thermostaten Energie sparen
Intelligente Thermostate sind eine weitere Neuentwicklung,...
weiter ...Große Preisunterschiede bei Grundversorgern
Verivox hat die Strompreise der Grundversorger in...
weiter ...Archiv
Naturstrom aus Wasserkraft
Wasserkraftwerke sind keine neue Erfindung, ihr System wurde...
weiter ...Wettbewerb ist der beste Verbraucherschutz
Strom- und Gaskunden werden ihren Versorger in Zukunft...
weiter ...Verschiedenes
LUXCARA hat Finanzierung für 91 MWp Solarpark im brandenburgischen Briest abgeschlossen
Das Hamburger Investmenthaus LUXCARA hat für den Luxemburger...
weiter ...Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher
vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an...
weiter ...
