"Energieverantwortung für Deutschland" heißt: AKWs abschalten!

03.02.2009 | Hamburg
ROBIN WOOD kritisiert Lobby-Veranstaltung des Deutschen Atomforums

Morgen beginnt die Wintertagung des Deutschen Atomforums in Berlin. Aus diesem Anlass kritisiert ROBIN WOOD Versuche der Atomlobby, den beschlossenen Atomausstieg zu kippen und eine Verlängerung der Laufzeiten ihrer gefährlichen Atomkraftwerke durchzusetzen. Aus Protest gegen die Lobby-Veranstaltung des Atomforums unter dem geradezu gemeinnützig anmutenden Titel: "Energieverantwortung für Deutschland" werden morgen AtomkraftgegnerInnen in Berlin demonstrieren und den Tagungsort umzingeln.

"Sieben Atomreaktoren stehen in der nächsten Legislaturperiode vor der endgültigen Abschaltung. Nach der kommenden Bundestagswahl könnte es für die Atomkonzerne also ans Eingemachte gehen. Nicht Verantwortung, sondern Dividende heißt das Thema, das die Atomindustrie daher umtreibt.

Um von ihren wirtschaftlichen Interessen abzulenken, drängt die Atom-Lobby der Öffentlichkeit immer neue Scheindebatten über Stromlücken und Klimaschutz durch Atomkraft auf", sagt Dirk Seifert, Energiereferent bei ROBIN WOOD.

Die Atommeiler Brunsbüttel, Biblis A und Neckarwestheim 1 verfügen nur noch über kurze Restlaufzeiten, danach stehen vier weitere Meiler - Biblis B, Isar 1, Philippsburg 1 und Unterweser - im Rahmen des derzeitigen Atomrechts zur endgültigen Stilllegung in der nächsten Legislaturperiode auf dem Plan. Diese Alt-Anlagen haben zahlreiche Sicherheitsmängel, könnten Terroranschlägen und Flugzeugabstürzen nicht standhalten und sind nur deshalb noch in Betrieb, weil endlose Störfallserien und Stillstände dafür gesorgt haben, dass sie die ihnen zugestandenen Reststrommengen bislang nicht produziert haben.

Die Zukunftspläne der Stromkonzerne Vattenfall, RWE, E.on und EnBW laufen einer sicheren, klimaverträglichen und umweltschonenden Energiepolitik zuwider. Energiesparen, Energieeffizienz und Ausbau erneuerbarer Energie - all das ist nicht Sache derjenigen Konzerne, die heute noch über 80 Prozent des Strommarktes kontrollieren. Sie wollen neue Kohlekraftwerke und längere AKW-Laufzeiten durchsetzen, um ihre Marktmacht abzusichern und Konkurrenten vom Markt fern zu halten.

"ROBIN WOOD will die Pläne der Atom-Lobby durchkreuzen", sagt Seifert. "Denn wer verantwortliche Energiepolitik machen will, muss aus der Atomenergienutzung aussteigen."

Ein erster Schritt, den jeder ohne Mühe mit nur einigen Mausklicks machen kann, ist der Wechsel zu einem Ökostromanbieter.

Quelle: Pressemeldung "ROBIN WOOD - Gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt e.V.

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