Erneuerbare Energien: ein Schlüssel für Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung

21.01.2009 | Berlin
Am kommenden Montag wird die Internationale Agentur für erneuerbare Energien gegründet

Die deutsche Initiative zur Gründung der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) erhält weltweit großen Zuspruch. Mehr als 100 Staaten haben ihre Teilnahme an der Gründungskonferenz am kommenden Montag in Bonn zugesagt. Knapp die Hälfte davon will den Gründungsvertrag unterzeichnen. Die Bundesregierung wird von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier auf der Konferenz vertreten.

Bundesumweltminister Gabriel: "Die erneuerbaren Energien bergen nicht nur enorme Potenziale für den Klimaschutz und eine sichere Energieversorgung. Eine moderne Klima- und Energiepolitik bietet auch große wirtschaftliche Chancen, das haben viele Staaten erkannt."

Staatssekretär Erich Stather aus dem Bundesentwicklungsministerium: "Die erneuerbaren Energien bieten gerade den Entwicklungsländern die Chance, Zugang zu sauberer Energie zu bekommen und damit auch die Chance auf Entwicklung."

Ziel der Initiative, die auch von Spanien und Dänemark aktiv unterstützt wurde, ist es, den Ausbau der erneuerbaren Energien weltweit voranzubringen und als Sprachrohr der erneuerbaren Energien Industrie- und Entwicklungsländer praxisnah zu beraten und zu unterstützen. IRENA soll eine treibende Kraft bei der zügigen Umstellung auf die Nutzung der erneuerbaren Energien werden. Es gilt, weltweit die Lücke zwischen dem enormen Potential der erneuerbaren Energien und deren aktuell relativ geringen Marktanteil am Energieverbrauch zu schließen. Damit wird die Agentur einen wichtigen Beitrag zur Klima- und Entwicklungspolitik sowie Außen- und Sicherheitspolitik leisten.

IRENA ist die erste internationale Organisation, die sich ausschließlich auf erneuerbare Energien konzentriert. Die Agentur wird ihre Mitgliedsstaaten dabei beraten, ihre politischen Rahmenbedingungen anzupassen, Kompetenzen aufzubauen sowie Finanzierung und Technologie- und Wissenstransfer für erneuerbare Energien zu verbessern.

Auf der Konferenz werden die Gründungsstaaten das Statut von IRENA zeichnen. Bereits einen Tag nach der Gründungskonferenz, am kommenden Dienstag, findet das erste Treffen der Mitgliedsstaaten statt. Bei der Tagung der Vorbereitungskommission, der alle Zeichnerstaaten angehören, sollen die Weichen für den raschen Aufbau von IRENA gestellt werden. Im Juni 2009 werden die Mitgliedsstaaten dann über den Sitz der Agentur entscheiden und den ersten Gründungsdirektor oder die erste Gründungsdirektorin auswählen.

Der Gründungsprozess von IRENA wird in Deutschland vom Bundesumweltministerium und Bundesentwicklungsministerium in enger Kooperation mit dem Auswärtigen Amt vorangetrieben.

Quelle: Pressemeldung Bundesumweltministerium

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