H/H-Stadtwerkefonds beteiligt sich an der Energieversorgung in Delitzsch
Die Stadt Delitzsch in Sachsen hat zur Zukunftsstärkung ihrer kommunalen Energieversorgung die Gesellschafterstrukturen der Technischen Werke Delitzsch GmbH umstrukturiert und zugleich um die Aufnahme eines strategischen Investors, der H/H Stadtwerkefonds KGaA, erweitert. "Mit der Umstrukturierung verfolgen wir das Ziel, unseren kommunalen Energieversorger für den künftig immer schwerer werdenden Wettbewerb zu stärken", erklärte Bürgermeister Gerhard Denef. Die Umstrukturierung geschieht in zwei Schritten. Zunächst hat die Stadt Delitzsch ihre bisher direkt gehaltene Beteiligung an der Technische Werke Delitzsch GmbH in die Zukunft in Delitzsch GmbH (ZID), die ehemalige städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft, eingebracht. Zugleich hat sich der H/H Stadtwerkefonds mit 49,9 % an der ZID beteiligt. Die Stadt bleibt weiterhin mit 50,1 % mehrheitlicher Gesellschafter der ZID. Unverändert bleibt auch die direkte Beteiligung von 25,1 % der E.ON Thüringer Energie AG an der TWD bestehen. Nach der Trennung von den Geschäftsanteilen am Biomassekraftwerk ist so die Neuordnung der kommunalen Energieversorgung abgeschlossen. "Wir werden die Verwaltung und das Management der Technischen Werke Delitzsch unterstützen, um das Unternehmen in puncto Solidität und Ertragsstärke zu fördern und für den Wettbewerb weiter zu stärken", sagt Alexander Heckmanns, Geschäftsführer des H/H Stadtwerkefonds. "Wir haben mit dem Investor einen geeigneten strategischen Partner gefunden, der in großem Maße zur Sicherung unserer kommunalen Energieversorgung beitragen kann", so Bürgermeister Denef. "Wir sehen große Chancen in einer guten Zusammenarbeit und hoffen auf möglichst viele Synergien zur Stärkung unseres Unternehmens", betont Jörn Otto, Geschäftsführer der Technischen Werke Delitzsch. Der H/H Stadtwerkefonds wurde durch die HSH Nordbank, Hamburg, und die Landesbank Hessen-Thüringen initiiert und ist der erste Fonds, der institutionellen Kapitalanlegern als Mittel zur Beteiligung an deutschen Stadtwerksunternehmen dient. Beide Banken verfügen bereits über langjährige Geschäftsbeziehungen zu Städten, Gemeinden und kommunalen Unternehmen sowie ein umfassendes Verständnis für Branchenentwicklungen insbesondere für die Situation der Stadtwerke einschließlich ihrer kommunalen Gesellschafter. Im vergangenen Jahr hatte sich der H/H Stadtwerkefonds bereits an den Stadtwerken Oranienburg beteiligt. Dem Konzept des H/H Stadtwerkefonds liegt ein Verbundgedanke zugrunde, womit im angestrebten Netzwerk der Beteiligungen Synergien zwischen den jeweiligen Energieversorgern optimal genutzt werden können. Der H/H-Stadtwerkefonds beteiligt sich langfristig an Stadtwerken. Dabei wird das Kapital der Investoren an die Laufzeit des Fonds gebunden, wodurch eine vorzeitige Kündigung und ein Rückzug der Kapitalgeber ausgeschlossen ist. Der Fonds verfügt über einen Mittelrahmen von rund 500 Mio. EUR. Im Fokus der Beteiligungspolitik des H/H-Stadtwerkefonds stehen Unternehmen, die mindestens eine Strom- und/oder Gassparte haben, über ein erfahrenes Management verfügen und als solides, gut geführtes Unternehmen bereit sind, mit dem H/HStadtwerkefonds als aktivem Investor und im Markt ergebnisorientiert zu wachsen. Der Fonds verfolgt dabei nicht das Ziel, ausschließlich Mehrheitsbeteiligungen zu erwerben, jedoch sollten einzelne Engagements eine Größenordnung erreichen, die einen angemessenen Einfluss auf die Unternehmensplanung und die wirtschaftlichen Ziele ermöglichen. "Unserer Ansicht nach ist der Stadtwerkefonds für kommunale Gesellschafter attraktiv, weil er durch eine Beteiligung kurzfristige Verkaufserlöse ermöglicht, dabei die Unabhängigkeit der Stadtwerke erhält und ihnen gleichzeitig strategische und operative Vorteile durch die Schaffung eines Stadtwerkeverbunds eröffnet", so Heckmanns weiter.
Quelle: Pressemeldung german communications dbk ag
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