Modernisieren lohnt sich jetzt richtig - dank Bausparen und Finanzhilfen vom Staat

18.12.2009 | Köln
Laut einer aktuellen Studie gaben die Bundesbürger vergangenes Jahr 46,72 Mrd. Euro an Heizkosten aus. Das sind im Schnitt 1.290 Euro1 pro Haushalt - ein Anstieg von durchschnittlich 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr2. Verglichen mit dem Jahr 2000 mussten die Deutschen damit doppelt so viel für Gas, Erdöl & Co. zahlen.

Dabei ließen sich nach Schätzungen der Deutschen Energie Agentur (dena) jährlich mehr als 9 Milliarden Euro Heizkosten einsparen - allein durch energieeffiziente Renovierungen. Mit den so genannten Blankodarlehen bieten die Bausparkassen ihren Kunden eine günstige Finanzierungsmöglichkeit dafür.

Sparen durch Sanieren

Moderne Heizung, dichte Fenster, gute Dämmung: Wer sein in die Jahre gekommenes Eigenheim an den richtigen Stellen erneuert, kann den Energieverbrauch um bis zu 85 Prozent senken. Nach einer Beispielrechnung der dena-Energieexperten Felicitas Kraus und Thomas Kwapich reduzieren sich die Heizkosten dann von rund 3.200 Euro auf 650 Euro im Jahr, (bezogen auf ein Einfamilienhaus mit 150 Quadratmeter Wohnfläche, Baujahr 1970). "Innerhalb von zehn Jahren lassen sich so nicht nur etwa 25.000 Euro an Heizkosten sparen, "sondern eine solche Investition steigert auch nachhaltig den Wert der Immobilie", so Silke Kaiser, Bauspar-Expertin der Deutschen Bausparkasse Badenia.

Bausparvertrag zum Modernisieren nutzen

Um Energie in signifikanten Mengen einzusparen, ist nicht immer gleich eine Komplettsanierung nötig. Auch mit Einzelmaßnahmen kann man schon eine Menge erreichen. Wer beispielsweise Kellerdecke, Rohrleitungen und oberste Geschossdecke dämmt, Thermostat-Ventile einbaut und seine Heizung gründlich warten lässt, muss zwar rund 3.000 Euro investieren, zahlt dafür aber etwa 700 Euro weniger pro Jahr für Energie3. Eine effiziente Heizungsanlage für ein Einfamilienhaus in Kombination mit solarthermischer Trinkwassererwärmung schlägt mit rund 10.000 Euro zu Buche und bietet ein Einsparpotenzial von 1.100 Euro pro Jahr4.

Was viele nicht wissen: Um solche Investitionen zu finanzieren, kann man auch bestehende Bausparverträge nutzen. Badenia-Expertin Silke Kaiser erläutert: "Die Bausparkassen bieten Darlehen an, die nicht an einen Eintrag ins Grundbuch gebunden sind. Die so genannten Blankodarlehen dürfen seit 2009 bis zu 30.000 Euro betragen und können daher optimal zur Eigenheimsanierung verwendet werden." Diese Möglichkeit steht zudem nicht nur Immobilieneigentümern, sondern auch Mietern bis zu einer Höhe von 15.000 Euro offen. "Das Blankodarlehen ist vorrangig für Sanierungen geeignet. Aber die Kreditvergabe ist nicht auf Modernisierungen oder energetische Maßnahmen beschränkt. Die Verwendung für einen Wintergarten oder eine Garage ist genauso gut möglich", erklärt die Bauspar-Expertin.

Kräftige Finanzspritzen vom Staat

Auch in anderer Hinsicht stehen die Zeichen für die Sanierung von Wohnungseigentum günstig. Die Zinsen sind niedrig wie nie. Außerdem winken üppige staatliche Zuschüsse. "Je umfangreicher die Modernisierungsmaßnahmen und je besser der erreichte energetische Standard, desto mehr gibt der Staat dazu", sagt Silke Kaiser: "Die wichtigsten Förderinstitutionen des Bundes sind die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Die Länder und Kommunen haben ebenfalls zahlreiche Förderprogramme aufgelegt."

1 "Einsparung verbrauchsgebundener Heizkosten durch die Nutzung erneuerbarer Energien in privaten Haushalten 2008",

Agentur für erneuerbare Energien e. V. (April 2009)

2 "Bundesweiter Heizspiegel 2009", Deutscher Mieterbund (Oktober 2009)

3, 4 Beispielrechnung der Deutschen Energie Agentur (2009)

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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