ROBIN WOOD fordert: Stadtwerke Bielefeld sollen aus AKW Grohnde aussteigen

25.06.2010 | Hamburg
ROBIN WOOD-AktivistInnen haben heute Vormittag für den Ausstieg der Bielefelder Stadtwerke aus dem niedersächsischen Atomkraftwerk Grohnde demonstriert. Drei Aktivisten erkletterten den 40 Meter hohen Turm der im Zentrum Bielefelds gelegenen Sparrenburg, hissten dort oben eine Anti-Atom-Flagge und entrollten ein 50 Quadratmeter großes Transparent mit der Aufschrift: "Bielefeld steigt aus. Stadtwerke raus aus Grohnde".

ROBIN WOOD ruft alle BürgerInnen und Initiativen der Region auf, jetzt unter robinwood.de/Bielefeld-steigt-aus/ auch online gegen die Atompolitik der Bielefelder Stadtwerke zu protestieren.

Die Stadtwerke Bielefeld besitzen 16,7 Prozent der Anteile am AKW Grohnde. Die übrigen 83,3 Prozent gehören dem Atomkonzern E.ON. Das AKW Grohnde zählt mit einer Nettoleistung von 1.360 Megawatt zu den größten AKWs weltweit. Der Strommix der Stadtwerke Bielefeld besteht noch zu über 50 Prozent aus Atomstrom.

Für den Müll - auch aus Grohnde - gibt es kein sicheres Lager. Die Nachrichten aus Gorleben sowie von den einsturzgefährdeten Schachtanlagen Asse und Morsleben bestätigen, dass das Projekt Endlagerung gescheitert ist. Die Sanierungskosten für Morsleben und Asse werden mehrere Milliarden Euro betragen. Zahlen werden das nicht die Stromkonzerne, deren Atommüll dort liegt, sondern die SteuerzahlerInnen.

Über 200 meldepflichtige Ereignisse im AKW Grohnde seit 1985 zeigen, dass der Betrieb auch dieses Atomkraftwerks zu riskant ist. Die Stadtwerke Bielefeld versuchen, die Risiken klein zu reden und ihren Atomstrom mit dem Werbeargument zu verkaufen, er sei klimafreundlich. Tatsächlich aber verstopft der in Grundlastkraftwerken erzeugte Atom- und Kohlestrom die Netze für klimafreundliche, erneuerbare Energien.

"Wir fordern die Stadtwerke Bielefeld auf, aus dem AKW Grohnde auszusteigen und stattdessen eine sichere, regionale und regenerative Energieversorgung anzubieten", sagt Simon Büscher von der ROBIN WOOD-Regionalgruppe Bielefeld. "Solange die Stadtwerke ihren Strommix nicht atomstromfrei gestalten, können wir allen BürgerInnen der Region nur empfehlen, dort zu kündigen und zu einem Anbieter zu wechseln, der ausschließlich mit Ökostrom handelt."

Quelle: Pressemeldung "ROBIN WOOD - Gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt e.V.

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Der Bundesregierung fehlt ein Szenario, das am Atomausstieg festhält

01.09.2010 | "Mit diesem Gutachten kann die Bundesregierung die Debatte um Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken nicht...

weiter in Der Bundesregierung fehlt ein ...

Keine Hermesbürgschaften für Atomexporte nach Brasilien!

26.08.2010 | Zur Beantwortung der Kleinen Anfrage zum Thema "Deutsche Hermesbürgschaften für das Atomkraftwerk Angra 3 in...

weiter in Keine Hermesbürgschaften für ...

Studie belegt: Zunehmend hohe Gewinne durch dezentrale und erneuerbaren Energien für Kommunen

24.08.2010 | Zur Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und des Zentrums für Erneuerbare Energien...

weiter in Studie belegt: Zunehmend hohe ...

Phoenix Solar AG baut 3,5-Megawatt-Solarpark in Italien

19.07.2010 | Die Phoenix Solar AG, Sulzemoos (ISIN DE000A0BVU93), ein im TecDAX notiertes, international führendes...

weiter in Phoenix Solar AG baut ...

Phoenix Solar AG gibt Prognose für das Geschäftsjahr 2010 bekannt

07.07.2010 | Nachdem am 5. Juli 2010 im Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag ein Kompromiss über die...

weiter in Phoenix Solar AG gibt Prognose für ...

Aktuelles

Neues Netzwerk Elektromobilität gegründet

Die Region ist um ein Netzwerk reicher: Am heutigen Montag,...

weiter ...

Peinliches Tauziehen zum Sparpaket

Zum Tauziehen um das Sparpaket erklärt Alexander Bonde,...

weiter ...

Neuigkeiten

PNE WIND AG schließt mit Windpark Görike zweites Repowering- Projekt erfolgreich ab

Der Windpark-Projektierer PNE WIND AG (ISIN: DE000A0JBPG2)...

weiter ...

Weitere Themen

Der Bundesregierung fehlt ein Szenario, das am Atomausstieg festhält

"Mit diesem Gutachten kann die Bundesregierung die Debatte...

weiter ...

Keine Hermesbürgschaften für Atomexporte nach Brasilien!

Zur Beantwortung der Kleinen Anfrage zum Thema "Deutsche...

weiter ...

Archiv

CCS- Gesetz dient nur der Rechtfertigung neuer Kohlekraftwerke

Anlässlich der Anhörungen der Bundesländer und der Verbände...

weiter ...

Gemeinsam für mehr energetische Gebäudesanierung

Anlässlich des gemeinsamen Appells von Umwelt-,...

weiter ...

Verschiedenes

Erdgas ist die Brückentechnologie, nicht Atomkraft

Zu der heute von Greenpeace vorgestellten Studie des...

weiter ...

Aufschub Brennelementesteuer: Bankrotterklärung der Regierung

Zur Meldung, die Regierung wolle ihre für Anfang September...

weiter ...
Kompetente Projektpartner finden Sie auf dem Marktplatz auf Doppelklicker.de