ROBIN WOOD fordert: Stadtwerke Bielefeld sollen aus AKW Grohnde aussteigen
ROBIN WOOD ruft alle BürgerInnen und Initiativen der Region auf, jetzt unter robinwood.de/Bielefeld-steigt-aus/ auch online gegen die Atompolitik der Bielefelder Stadtwerke zu protestieren.
Die Stadtwerke Bielefeld besitzen 16,7 Prozent der Anteile am AKW Grohnde. Die übrigen 83,3 Prozent gehören dem Atomkonzern E.ON. Das AKW Grohnde zählt mit einer Nettoleistung von 1.360 Megawatt zu den größten AKWs weltweit. Der Strommix der Stadtwerke Bielefeld besteht noch zu über 50 Prozent aus Atomstrom.
Für den Müll - auch aus Grohnde - gibt es kein sicheres Lager. Die Nachrichten aus Gorleben sowie von den einsturzgefährdeten Schachtanlagen Asse und Morsleben bestätigen, dass das Projekt Endlagerung gescheitert ist. Die Sanierungskosten für Morsleben und Asse werden mehrere Milliarden Euro betragen. Zahlen werden das nicht die Stromkonzerne, deren Atommüll dort liegt, sondern die SteuerzahlerInnen.
Über 200 meldepflichtige Ereignisse im AKW Grohnde seit 1985 zeigen, dass der Betrieb auch dieses Atomkraftwerks zu riskant ist. Die Stadtwerke Bielefeld versuchen, die Risiken klein zu reden und ihren Atomstrom mit dem Werbeargument zu verkaufen, er sei klimafreundlich. Tatsächlich aber verstopft der in Grundlastkraftwerken erzeugte Atom- und Kohlestrom die Netze für klimafreundliche, erneuerbare Energien.
"Wir fordern die Stadtwerke Bielefeld auf, aus dem AKW Grohnde auszusteigen und stattdessen eine sichere, regionale und regenerative Energieversorgung anzubieten", sagt Simon Büscher von der ROBIN WOOD-Regionalgruppe Bielefeld. "Solange die Stadtwerke ihren Strommix nicht atomstromfrei gestalten, können wir allen BürgerInnen der Region nur empfehlen, dort zu kündigen und zu einem Anbieter zu wechseln, der ausschließlich mit Ökostrom handelt."
Quelle: Pressemeldung "ROBIN WOOD - Gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt e.V.
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