Sonnen- oder Schattenseite?

05.07.2010 | Mainz
Neuer Service der Stadt Mainz: Solarkataster informiert, ob ein Dach für die Strom- bzw. Wärmeerzeugung durch Sonnenenergie geeignet ist

Die Landeshauptstadt Mainz will Solarstadt werden. Seit einigen Jahren gibt es bereits den Solaratlas. Dieser informiert darüber, wo in der Stadt bereits Solarenergie genutzt wird. Denn die Sonnenenergie bietet ein nahezu unerschöpfliches Potenzial für die Erzeugung von Strom und Wärme. "Dennoch wird nur ein kleiner Teil der geeigneten Dächer für die Gewinnung von Solarenergie genutzt. Die Unsicherheit von Eigentümern geeigneter Dachflächen ist vor allem in der unübersichtlichen Informationslage zum Thema Photovoltaik begründet", weiß Umweltdezernent Wolfgang Reichel.

"Nach dem Solaratlas veröffentlicht die Landeshauptstadt Mainz daher nun auch ein Solarkataster", so der Dezernent: "Kommunen, die bereits ein Solarkataster veröffentlichen, wissen von regem Interesse und intensiver Nutzung eines solchen Internet-Angebots. Dieses liefert interessierten Hauseigentümern Informationen darüber, ob das Dach ihres Gebäude für die Strom- bzw. Wärmeerzeugung durch Sonnenenergie geeignet ist." Denn mit wenigen Klicks können sich die interessierten Hauseigentümer anzeigen lassen, ob die Dachfläche ihres Gebäudes für eine Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage geeignet ist. Für jedes Dach kann außerdem der potenzielle Stromertrag, die CO2-Einsparung und das Investitionsvolumen berechnet werden. Das Solarkataster wird von der Mainzer Stiftung für Klimaschutz und Energieeffizienz gefördert.

Im Mainzer Solarkataster auf den Webseiten der Stadt Mainz (mainz.de/solarkataster) sind die Dachflächen in die Kategorien "sehr gut geeignet", "gut geeignet", "bedingt geeignet" farblich markiert (Maßstab 1:1000 bis 1:5000). Ungeeignete Flächen bleiben unerwähnt und sind grau gekennzeichnet. In einer weiteren Ansicht können die geeigneten Hausdächer in sechs Klassen detailliert für ihre solare Nutzung betrachtet werden (Maßstab 1:500 bis 1:1000). Zusätzlich zur Eignung ist es möglich, die potenzielle Modulfläche und den maximal möglichen Stromertrag abzufragen. Zu jeder Dachfläche sind Straße und Hausnummer abrufbar. Dem Solarkataster liegen Daten aus einer Laserscanner-Befliegung des Jahres 2006 zugrunde.

Interessierte finden detaillierte Informationen über die Technik der Photovoltaik (Stromerzeugung) und Solarthermie (Warmwassererzeugung/Heizung), über Fördermöglichkeiten, Daten- und Berechungsgrundlagen sowie Klassifizierungen und Hinweise für den "Weg zur eigenen Photovoltaik-Anlage".

Quelle: Pressemeldung Stadt Mainz

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