Stadtwerke können führende Rolle beim Umbau der Energiesysteme einnehmen
Für die kommunalen und regionalen Energieversorger in Deutschland erschließen sich in den nächsten 30 Jahren umfangreiche und neue Perspektiven. In Folge der Zwänge aus dem Klimawandel und der erforderlichen CO2-Vemeidungsaufgaben werden Stadtwerke eine führende Rolle bei der Neuausrichtung der Energiesysteme und -versorgung einnehmen. Zu dieser Einschätzung gelangte ein Expertenkreis im Vorfeld des enercity energie dialog 2010 (eed), der alljährlich im Rahmen der Fachmesse Energy von der Stadtwerke Hannover AG auf der Hannover Messe ausgerichtet wird. Der Expertenkreis, der auf Einladung der Fachzeitschrift "et - Energiewirtschaftliche Tagesfragen" zusammen gekommen war, betonte einhellig, dass es die Städte seien, die mit über 80 % den Löwenanteil des Primärenergieverbrauchs ausmachten, weshalb gerade den Stadtwerken erhebliche Aufgaben beim Umbau der Energiesysteme in Richtung Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit zukomme. Der enercity energie dialog, den die Stadtwerke Hannover 2010 zum sechsten Mal ausrichten, stellt am Mittwoch, den 21. April 2010, unter dem Titel Energieversorgung der Zukunft: Global/ zentral/dezentral - Perspektiven für Stadtwerke nicht nur die generelle Frage nach der Zukunft der Stadtwerke in Deutschland, sondern diskutiert auch, wie der Energiemix der Zukunft aussehen könnte, welche Energiesysteme primär von Bedeutung sein werden - globale, dezentrale oder zentrale. Denn um ihre Perspektiven beim Umbau der Energieversorgung rechtzeitig ausloten und entsprechende Voraussetzungen für langfristig bindende und sehr hohe Investitionen schaffen zu können, müssen die Anforderungen an Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit ebenso geklärt werden wie die Frage, welche Energiesysteme diese Anforderungen am besten erfüllen können. Traditionell werden auf dem enercity energie dialog auch Redner, die nicht aus der Energiebranche kommen, zu Wort kommen. So werden der Philosoph und Schriftsteller Richard David Precht und der Zukunftswissenschaftler Prof. Dr. Horst W. Opaschowski zur künftigen gesellschaftlichen Entwicklung und den Formen des kulturellen und moralischen Zusammenlebens vortragen. Damit soll verdeutlicht werden, welche Korrespondenzen zwischen der Gesellschaft, ihren Ansprüchen und Denkrichtungen einerseits und den spezifischen Anforderungen an die künftige Energieversorgung andererseits bestehen. Eröffnet wird der "enercity energie dialog 2010" durch den niedersächsischen Umweltminister Hans- Heinrich Sander. In einem der Eröffnungsvorträge wird sich Lutz Feldmann, Mitglied des Vorstands der E.ON AG, mit der Zukunft der Energieversorgung, beschäftigen. Weitere Teilnehmer werden sein Dr. Christian Friege, Vorstandsvorsitzender der LichtBlick AG, Stephan Kohler, Geschäftsführer Deutsche Energie Agentur (dena), Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach, Mitglied des Vorstands der E.ON Energie AG, Prof. Dr. Friedberg Pflüger, King"s College London, sowie Michael G. Feist, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG. Das Expertengespräch der Fachzeitschrift "et - Energiewirtschaftliche Tagesfragen" im Vorfeld des enercity energie dialog hatte Prof. Dr. Christoph Weber vom Lehrstuhl für Energiewirtschaft an der Universität Duisburg, Prof. Dr. Dieter Oesterwind, dem Leiter des Zentrums für Innovative Energiesysteme, Dr. Holger Krawinkel, Vorsitzender der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. sowie Michael G. Feist, Vorsitzender des Vorstands der Stadtwerke Hannover AG zusammengeführt. Die Energieexperten betonten besonders die Forderung nach langfristig sicheren und stabilen Rahmenbedingungen für die Branche. Denn nur auf dieser Grundlage könnten die erforderlichen Investitionsentscheidungen für die Energiesysteme der Zukunft getroffen werden.
Quelle: Pressemeldung german communications dbk ag
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