Batteriespeicher nutzt Arbitragehandel zur finanziellen Effizienzsteigerung im Tagesstrommarkt erfolgreich

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Mit einem leistungsstarken Netzverknüpfungspunkt und einer untersekündigen Aktivierungszeit hat TEAG Solar in Bad Salzungen einen 1,5-Megawatt-Stundenspeicher errichtet. Die Installation in drei Containermodulen ermöglicht präzise Frequenz- und Spannungsregulierung, indem überschüssiger Solar- beziehungsweise Windstrom direkt aufgefangen und bei Bedarf entschlossen zurückgespeist wird. Innerhalb von 60 Minuten werden Lade- und Entladezyklen vollzogen. Ökonomisch erzielt die Anlage durch Tageshandelsarbitrage Synergien und glättet Marktvolatilitäten kontinuierlich und effizient. Das Projekt dient als Blaupause für zukünftige Speicherprojekte.

Neue 1,5-MW Speicheranlage beschleunigt automatisch Netzstabilität durch untersekündige Reaktionszeit

Stromspeicher zur Netzstabilität in Bad Salzungen zugeschaltet (Foto: TEAG Thüringer Energie AG)

Stromspeicher zur Netzstabilität in Bad Salzungen zugeschaltet (Foto: TEAG Thüringer Energie AG)

Mit einem symbolischen Verbindungsstecker dokumentierte TEAG Solar GmbH den Netzanschluss ihres neuen 1,5-MW-Lithium-Ionen-Stundenspeichers unmittelbar neben dem Heizkraftwerk Bad Salzungen. Die Installation umfasst drei transportable Containermodule, die in einer sechsmonatigen Bauphase präzise verkabelt und eingerichtet wurden. Entscheidendes Kriterium war ein leistungsstarker Netzverknüpfungspunkt, der untersekündige Zuschaltzeiten ermöglicht. So wird überschüssige Energie zuverlässig gepuffert und bei Bedarf augenblicklich zur Frequenz- und Spannungsregelung ins Stromnetz eingespeist. Es dient als Blaupause für effiziente zukünftige Verteilnetz-Speicherinstallationen.

Speicher sichert volatile Photovoltaik- und Windenergie mit untersekündiger Reaktionsfähigkeit

Durch den Einsatz zukunftsweisender Lithium-Ionen-Technologie speichert die Anlage innerhalb einer Stunde jeweils 1,5 MW Leistung. Mit einer Zuschaltzeit von weit unter einer Sekunde reagiert sie in Echtzeit auf Netzanomalien. Diese Fähigkeit ermöglicht es, überschüssige Einspeisungen aus Photovoltaik- und Winderzeugung zu puffern und bei Bedarf verzögerungsfrei wieder in das Stromnetz einzuspeisen. Auf diese Weise unterstützt der Speicher die Netzresilienz und fördert eine kontinuierliche Versorgungssicherheit im Verteilnetz. Zusätzlich optimiert er Lastprofile und reduziert Spitzenlasten.

Sekundenschnelle Zuschaltung reagiert auf volatile Einspeisungen autonom und effizient

Stromspeicher zur Netzstabilität in Bad Salzungen zugeschaltet (Foto: TEAG Thüringer Energie AG)

Stromspeicher zur Netzstabilität in Bad Salzungen zugeschaltet (Foto: TEAG Thüringer Energie AG)

Das Speichersystem speichert bei hohem Angebot aus EEG-geförderten Quellen überschüssige Energie und gibt diese bei Netzunterdeckung je nach Bedarf innerhalb einer Stunde wieder ab. Dabei übernehmen Frequenz- und Spannungsregelsysteme die Stabilisierung des Stromverbundes. Mit einer Zuschaltzeit von weniger als einer Sekunde lässt sich unmittelbar gegen unvorhergesehene Leistungsschwankungen aus Windkraft und Photovoltaik vorgehen. So wird eine konstante Netzqualität gewährleistet und die Versorgungssicherheit verbessert. Sie fördert den netzdienlichen Ausgleich und reduziert Engpässe.

Systemstabilität durch Einkauf billiger Energie und gezielte spätere Einspeisung

Die Speichereinheit nutzt bei tiefen Börsenpreisen eingekaufte Überschussenergie und bevorratet sie im Akkumulator. Steigt die Nachfrage und damit der Strompreis, entlädt das System die Batterie zügig und speist die Energie ins Netz zurück, um von den Preisunterschieden zu profitieren. Dieses Arbitragemodell verbessert die Liquidität des Strommarkts, reduziert extreme Preisbewegungen, unterstützt eine ausgewogene Lastverteilung und fördert durch temporäre Energieverschiebung die Effizienz und Zuverlässigkeit der Energieversorgung deutlich und steigert die wirtschaftliche Nachhaltigkeit.

Inhouse-Entwicklung umfasst Planung Genehmigung Vermarktung Regelleistungseinbindung und Arbitragehandel Marktzugang

TEAG Solar setzte das Speicherprojekt in Eigenregie um und übernahm damit Planung, Genehmigungsverfahren und Markteinführung ohne externe Dienstleister. Nach Aussage von Geschäftsführer Stefan Zaubitzer bildet diese Methodik die Grundlage für den Ablauf kommender Speicherinstallationen im Unternehmen. Der gleichzeitige Markteintritt in den Regelleistungsmarkt und die Durchführung von Arbitragegeschäften ermöglicht TEAG Solar den Aufbau spezialisierter Kompetenzen in der Steuerung, der wirtschaftlichen Optimierung und der zuverlässigen Netzunterstützung durch Batteriespeicher und strategischer langfristiger Innovationsfähigkeit.

TEAG Solar verwaltet 25 MWpeak Großflächen-PV und expandiert stark

Als hundertprozentige Tochter der TEAG Thüringer Energie AG firmiert die TEAG Solar GmbH in Erfurt und betreut ein Portfolio von Freiflächen-PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von 25 MWpeak in Mitteldeutschland. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 50 Mitarbeitende und plant für die nächsten drei Jahre Investitionen in Photovoltaikprojekte im Umfang von 60 Millionen Euro. Bis 2027 soll der Ausbau eine Kapazität von mindestens 125 MWpeak erreichen und die Energiewende deutlich unterstützen.

Neuer 1,5-MW-Lithium-Ionen-Speicher ermöglicht schnelle Netzregelung und profitabel wirtschaftliche Arbitrage

Mit ihrem neuen 1,5-Megawatt-Einthourenspeicher setzt TEAG Solar Maßstäbe für eine physikalische und ökonomische Netzstabilisierung. Die Lithium-Ionen-Batterie regelt Frequenz und Spannung binnen Millisekunden und gleicht Schwankungen aus erneuerbaren Quellen effektiv aus. Über Börsenarbitrage wird überschüssige Energie bei Niedrigpreisen eingespeichert und bei Bedarf mit Gewinn verkauft. Das Pilotprojekt ist ein wesentlicher Schritt zu modularen, netzdienlichen Speicherarchitekturen und verdeutlicht die strategische Verknüpfung von Photovoltaik, Windkraft und Speicherlösungen und sichert langfristig Versorgungssicherheit sowie Optimierungspotenziale.

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