Seit 2015 senken Berliner Industriebetriebe Energieverbrauch um 26 Prozent

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Im Jahr 2024 erreichten 741 Berliner Industriebetriebe mit mehr als zwanzig Angestellten einen Gesamtenergieverbrauch von 9652 Terajoule, was einem Rückgang um 288 Terajoule entspricht. Diese Absenkung ist insbesondere auf verringerten Stromverbrauch, einen drastischen Einbruch des leichten Heizöls um fast achtunddreißig Prozent sowie eine um rund elf Komma sieben Prozent reduzierte Fernwärmenutzung zurückzuführen. Im Gegensatz dazu stieg die Erdgasnutzung minimal um null Komma zwei Prozent an. Durchgängig fördert dies nachhaltige Effizienzmaßnahmen.

Vergleich 2023-2024: Heizölleichtverbrauch Berliner Industrie sinkt um 37,8 Prozent

In Berlin erreichte der Energiebedarf von 741 verarbeitenden Betrieben im Jahr 2024 einen Wert von 9652 Terajoule. Strom war mit 4539 Terajoule der dominierende Energieträger, gefolgt von 3883 Terajoule Erdgas und 675 Terajoule Fernwärme. Biomasse in fester Form trug 246 Terajoule bei, während leichtes Heizöl mit 178 Terajoule nur eine kleine Rolle spielte. Gegenüber Vorjahr erhöhte sich der Erdgasverbrauch leicht um 0,2 Prozent, der Heizölbedarf ging um 37,8 Prozent zurück.

Effizienzsteigerung und geringerer Bedarf senken Verbrauch in Industrie deutlich

Mit etwa 350 angeschlossenen Betrieben, knapp der Hälfte der Berliner Industrie, war die Nutzung von Fernwärme im betrachteten Jahr weit verbreitet. Trotzdem sank der Verbrauch fossiler Wärme um 11,7 Prozent. An der Spitze der Einsparungen stand die Produktion elektrischer Ausrüstung mit einem Minus von 21 Prozent. Wesentliche Gründe hierfür sind geringere Wärmeaufwendungen dank milderer Außentemperaturen sowie gezielte Investitionen in energetische Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung die zu einer Senkung der Betriebskosten beitrugen.

Optimale Prozesssteuerung reduziert Metallbranche-Energiebedarf um insgesamt 197 TJ signifikant

Die Ergebnisanalyse des Energiesparrankings weist die Metallindustrie als führend aus, da sie den Energieverbrauch in der Metallerzeugung und -bearbeitung um 96 Terajoule senken konnte. Darüber hinaus reduzierte sich der Energieeinsatz in der Metallerzeugnisfertigung um 101 Terajoule. Für diese Spitzenergebnisse wurden veraltete Maschinen durch effiziente Ersatzgeräte getauscht, Fertigungsabläufe digitalisiert und kontinuierliche Effizienzchecks durchgeführt, unterstützt durch gezielte Schulungen und präventive Instandhaltungsmaßnahmen. Datengetriebene Analysen und automatisierte Steuerungssysteme unterstützen den nachhaltigen Energieerfolg langfristig wesentlich.

98 TJ und 63 TJ zusätzlicher Energiebedarf in Branchen

Die jährliche Gesamtanalyse offenbart Ausnahmen beim Energieverbrauch, denn im Bereich sonstiger Waren erhöhte sich der Bedarf um 98 Terajoule, während der sonstige Fahrzeugbau ein Plus von 63 Terajoule verzeichnete. Diese gesteigerte Energienutzung resultiert aus größerem Output, komplexeren Fertigungsabläufen und erhöhten Spezifikationsanforderungen, die kontinuierliche Energiezufuhr erfordern. Um diesen steigenden Bedarf effizient zu steuern, werden modulare Energiemanagementplattformen und anlagenbezogene Lastenoptimierung intensiv implementiert. Zusätzlich sind Sensornetzwerke und KI-basierte Analysen vorgesehen, ressourcenschonend und effizient.

Kleinere Verbrauchsrückgänge in Nahrungs- und Pharmaindustrie dank gezielten Effizienzmaßnahmen

Die Fertigung von Nahrungs- und Futtermitteln reduzierte ihren Energieverbrauch lediglich um 1,0 %, während in der Pharmaindustrie 3,8 % Einsparungen erzielt wurden. Um das Verbrauchsprofil gleichmäßig zu gestalten, wurden Prioritäten für Energiezuteilung festgelegt und Pufferspeicher implementiert. Ein modularer Aufbau der Produktionslinien ermöglichte bedarfsorientierte Abschaltungen weniger ausgelasteter Sektionen. Monitoring-Tools und Benchmarking lieferten Kennzahlen, die als Basis für kontinuierliche Prozessoptimierungen und Energieeffizienzsteigerungen dienen. adaptive sowie Regelstrategien eingeführt, um spontane Laständerungen automatisiert auszugleichen.

Industriekraftwerke beeinflussen Energiebilanz durch doppelte Erfassung von eigenproduziertem Erdgasstrom

In industriellen Energieberichten kann es bei eigenständigen Kraftwerken zu einer mehrfachen Erfassung kommen. Das eingesetzte Erdgas wird dabei sowohl als primärer Brennstoff gezeigt als auch in Form der daraus erzeugten elektrischen Energie erneut aufgeführt. Diese Bilanzverdoppelung führt zu verzerrten Verbrauchswerten. Zur Gewährleistung einer präzisen Datenauswertung sind klare Buchungsrichtlinien notwendig: Posten müssen auseinandergehalten, Datenquellen geprüft und alle Buchungen vor Abschluss der Analyse abgeglichen werden mithilfe automatischer Kontrollmechanismen regelmäßig validieren und abstimmen.

Zunahme der Energieverbräuche in sonstiger Fahrzeug- und Warenherstellung alarmierend

Im Zeitraum von 2015 bis heute reduzierten Berliner Industriebetriebe ihren Energiebedarf um 26 Prozent und erreichten im Vergleich zum Vorjahr eine zusätzliche Einsparung von 288 Terajoule. Besonders wirkungsvoll waren die Reduzierung des Verbrauchs von leichtem Heizöl, die Verringerung der Fernwärmenutzung sowie ganzheitliche Effizienzprogramme in Schlüsselbereichen. Diese Fortschritte senken Betriebskosten und verbessern die Umweltbilanz. Der leicht gestiegene Erdgasbedarf weist gleichzeitig auf Potenziale für grüne Versorgungsstrategien und Technologieinvestitionen hin und Wachstum ermöglichen.

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