Moderne Batteriespeicher sollen Ausfälle kompensieren und Dieselgeneratoren künftig ersetzen

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Die jüngst eröffnete Enapter-Niederlassung im Bioenergiepark Saerbeck bezieht über eine 630-kWp-Photovoltaikanlage jährlich mehr als 600.000 Kilowattstunden sauberen Strom. Dies sichert etwa die Hälfte des eigenen Bedarfs und führt zu einer Reduktion von rund 425 Tonnen CO? pro Jahr im Vergleich zum normalen Netzbezug. Neben gesteigerter Ausfallsicherheit werden durch die Kombination mit AEM-Elektrolyse-Technologie die Aktivitäten in der grünen Wasserstoffforschung stärker und finanziell effizienter unterstützt und langfristig unabhängiger von fossilen Energiequellen deutlich.

AEM-Elektrolyse-Technologie sichert dezentrale, effiziente, klimafreundliche Wissenschaft vor Ort Saerbeck

Als witterungsgeschützte Tragkonstruktion für die Wechselrichter (Foto: Simone Reukauf. Köster Energie)

Als witterungsgeschützte Tragkonstruktion für die Wechselrichter (Foto: Simone Reukauf. Köster Energie)

Am Standort Bioenergiepark Saerbeck nutzt Enapter seit 2023 ausschließlich erneuerbare Energie für Forschung und Produktion. Windkraft-, Solaranlagen und Biogas liefern sauberen Strom, der in der AEM-Elektrolyse zur Erzeugung von Wasserstoff eingesetzt wird. Bei einem Druck von 35 bar erreicht das Verfahren eine Reinheit von 99,9 Prozent. Dieser Prozess arbeitet einzig mit Wasser und grünem Strom. Er stellt somit eine umweltschonende und hochreine Wasserstoffproduktion sicher. Er optimiert Energieeffizienz und reduziert Treibhausgase.

Jahresproduktion von über 600.000 kWh vermeidet 50 Prozent Fremdstrombezug

In enger Zusammenarbeit mit Köster Energie errichtete Enapter Anfang 2025 auf dem Gebäudedach eine Photovoltaik-Anlage mit 1.442 Modulen auf 2.815 m² Fläche. Die Solaranlage erreicht 630 kWp Peakleistung und liefert über 600.000 kWh pro Jahr. Etwa die Hälfte des benötigten Stroms wird autark bereitgestellt, wodurch Netzausfallrisiken minimiert werden. Die dezentrale Energieerzeugung senkt Kosten, steigert Versorgungssicherheit und schafft eine verlässliche Basis für die grüne Wasserstoffforschung und -entwicklung. Optimierte Prozessstabilität erhöht signifikant.

Jährliche Einsparung von 425 Tonnen CO? dank effizienten Solarstromersatz

Dank eigenproduziertem Solarstrom ersetzt Enapter jährlich konventionellen Netzstrom und spart dabei rund 425 Tonnen CO? ein. Die direkt auf dem Dach installierten PV-Shelter beherbergen die Wechselrichter, wodurch lange Gleichstromleitungen entfallen und Leitungsverluste sinken. Stattdessen sammelt ein zentrales Wechselstromkabel die erzeugte Energie und transferiert sie verlustarm zum Powerhouse. Dieser Aufbau reduziert Materialkosten, verkürzt Montagezeiten und verbessert die Ökobilanz deutlich. Zudem ermöglicht er eine kosteneffiziente Erweiterung bei steigendem Energiebedarf ohne signifikante Mehrinvestitionen.

Effiziente PV-Anlage amortisiert in vier Jahren und reduziert Betriebskosten

Die Solarkabel wurden UV-geschützt in metallischen Kanälen verlegt. (Foto: Simone Reukauf)

Die Solarkabel wurden UV-geschützt in metallischen Kanälen verlegt. (Foto: Simone Reukauf)

Mit dem Anschluss der PV-Module im Sommer 2025 wird eine Brennlinie erreicht, in der sich die Anschaffungskosten nach vier Jahren amortisieren lassen. Die resultierenden Einsparungen bei den Stromkosten reduzieren Betriebsausgaben und verbessern die Umweltbilanz deutlich. Dank geringerer Ausgaben für Energie können Forschung und Entwicklung im Bereich grüner Wasserstoffprojekte stärker finanziell unterstützt werden, wodurch Entwicklungszyklen beschleunigt und wirtschaftliche Potentiale effizienter ausgeschöpft werden. Auf diese Weise wird langfristig die Rentabilität der gesamten Produktionskette gesteigert.

Batteriespeicher ersetzen Dieselgeneratoren und versorgen Solarstrom autark im Park

Enapter plant, die durch Wartungsarbeiten anfallenden Netzunterbrechungen im Bioenergiepark künftig mit einem leistungsstarken Akkupack auszugleichen. In Zusammenarbeit mit Köster Energie entsteht bis 2026 ein umfassendes Speichersystem, das erneuerbaren Solarstrom puffert und bei Netzabschaltungen zuverlässig bereitstellt. Die Lösung ersetzt herkömmliche Dieselaggregate, senkt Emissionen und reduziert Betriebskosten spürbar. Über eine digitale Plattform werden Ladezustand und Leistungsabgabe in Echtzeit überwacht. Dieser Schritt steigert die Unabhängigkeit, Ausfallsicherheit und Effizienz der Wasserstoffforschung. Modular, skalierbar, wartungsarm.

In Saerbeck entstehen extra PV-Dächer mit Energiespeicher für Ladeinfrastruktur

Die Planung von Köster Energie umfasst die Nachrüstung zusätzlicher PV-Flächen auf den Hallendächern des Enapter-Werks, ergänzt durch intelligente Speicherlösungen, um überschüssigen Strom automatisiert einzulagern und Spitzenlasten flexibel auszugleichen. Diese Anlage soll in Zukunft schrittweise erweitert werden, um gesteigerte Energiebedarfe abzudecken. Darüber hinaus wird eine firmeneigene Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge errichtet, die Mitarbeitern und Mietern rund um die Uhr Zugang zu regenerativ erzeugtem Strom bietet und gleichzeitig effizient erhebliche CO?-Emissionen vermeidet.

Amortisation der PV-Anlage nach vier Jahren stärkt Enapters Forschungskapazitäten

Enapter realisiert eine modulare Energiezelle aus AEM-Elektrolyse, Photovoltaikmodulen und zukünftigem Batteriespeicher. Dieses Plug-and-Play-System lässt sich an verschiedene Standorte anpassen und ermöglicht die dezentrale Produktion von grünem Wasserstoff ohne aufwändige Netzanschlüsse. Schwankende Einspeisungen werden gepuffert, sodass kontinuierliche Versorgung gesichert ist. Die integrierte Lösung senkt Anschaffungs- und Betriebskosten und trägt zur schnellen Skalierung klimafreundlicher Wasserstoffinfrastrukturen bei. Standardisierte Schnittstellen und digitale Steuerung erlauben automatisierte Prozessintegration im Industrieumfeld.

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