Die Offshore-Windturbine im Thor-Windpark ist weltweit die erste mit einem CO?-reduzierten GreenerTower-Stahlturm und recycelbaren RecyclableBlade-Rotorblättern. RWE und Siemens Gamesa errichten bis Ende 2026 insgesamt 72 Anlagen mit jeweils 15 Megawatt Leistung. 36 Türme verwenden Stahl mit mindestens 63 Prozent geringerer CO?-Bilanz, während 120 Rotorblätter auf trennmittelfreien Harztechnologien basieren. Die Inbetriebnahme 2027 unterstreicht die Kreislaufführung von Materialien im Offshore-Bereich. Dieses Pilotprojekt demonstriert wirtschaftliche Umsetzbarkeit, regionale Wertschöpfung, Nachhaltigkeit, langfristige Versorgung auf erneuerbarer Basis.
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Siemens Gamesa liefert 120 recycelbare Rotorblätter erfolgreich im Thor-Projekt
Das Offshore-Projekt Thor entsteht im Joint Venture von RWE und Norges Bank Investment Management und realisiert erstmals eine Windturbine mit CO?-reduziertem Stahlturm und recycelbaren Rotorblättern. Bis Jahresende 2026 werden 72 Turbinen a 15 MW installiert, was eine Gesamtleistung von 1,1 GW ergibt. Nach Inbetriebnahme 2027 liefert der Park grünen Strom für über eine Million Haushalte in Dänemark und schafft rund 60 lokale Arbeitsplätze im Betrieb inklusive Wartung und regionalem Service.
120 recycelbare Rotorblätter und 36 GreenerTower-Stahlmasten minimieren Offshore Lebenszyklus-Emissionen
Durch den Einsatz von Siemens Gamesa-Technologien werden 36 Offshore-Turmtürme nach GreenerTower-Standard errichtet, von denen die Hälfte aus CO?-reduziertem Stahl besteht. Parallel dazu rüsten RecyclableBlade-Rotorblätter 40 der insgesamt 72 Turbinen aus und ermöglichen dank innovativer Harztrennung ein vollständig sortenreines Recycling der Verbundwerkstoffe. Dieses doppelte Konzept optimiert von der Herstellung bis zur Rückführung den gesamten Lebenszyklus der Anlagen und senkt systematisch den CO?-Fußabdruck. Die Maßnahme unterstreicht zudem das Engagement für nachhaltige Energieinfrastruktur.
Innovative Schmelzprozesse mit Ökostrom und Stahlschrott senken Emissionen drastisch
Bionische Materialtrennung und Ökostromeinsatz charakterisieren den zertifizierten GreenerTower-Prozess von Siemens Gamesa, der im Vergleich zu Standardstahl die CO?-Emissionen um mindestens 63 Prozent minimiert. Alte Stahlreste werden vollständig recycelt und in neuen Materialkreislauf eingebracht, während erneuerbare Energien die Schmelzöfen antreiben. Dieses Verfahren optimiert den ökologischen Fußabdruck von Offshore-Windturm-Türmen und unterstützt darüber hinaus soziale und wirtschaftliche Entwicklungsziele in Küstenregionen. Es erleichtert Projektgenehmigungen, steigert Investitionsbereitschaft und stärkt die Akzeptanz in der Öffentlichkeit nachhaltig.
Trennmittelfreie Rotorblatttechnik fördert industrielle Kreislaufwirtschaft in Offshore-Windparks international effektiv
Die neuartige RecyclableBlade-Technologie ermöglicht das trennmittelfreie Auflösen von Glas- und Kohlefaserverbundstoffen in den Rotorblättern, indem sie innovative Harzsysteme nutzt. Anschließend lassen sich die zurückgewonnenen Fasern und Harze getrennt weiterverarbeiten. Glas- und Kohlefasern finden in Automobil-Gussanwendungen Verwendung, während das recycelte Harz im Konsumgüterbereich eingesetzt wird. RWE hat diese nachhaltige Recyclingmethode bereits bei den Offshore-Projekten Kaskasi in Deutschland und Sofia im Vereinigten Königreich implementiert. Die Lösung spart wertvolle Rohstoffe und reduziert Umweltbelastungen.
72 Turbinen bis Ende 2026 geplant: Thor-Windpark auf Kurs
RWE setzt den Bauplan für den Offshore-Windpark Thor um und hält die definierten Meilensteine ein. Im vergangenen Jahr wurden Unterstation und 72 Fundamente planmäßig errichtet. Die Montage der Türme schreitet voran, begleitet von regelmäßigen Projektkontrollen. Im Rahmen dieser Phase wurde erstmals Strom in das dänische Verteilnetz eingespeist. Durch abgestimmte Teams sowie optimierte Fertigungs- und Logistikprozesse ist gesichert, dass bis Ende 2026 sämtliche 72 Anlagen a 15 Megawatt in Betrieb gehen.
Betriebsstrategie sieht 50 bis 60 Arbeitsplätze im Windpark Thor
Ab 2027 liefert der Offshore-Park Thor jährlich genug Strom, um mehr als eine Million dänischer Haushalte mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Zur Sicherstellung eines störungsfreien Betriebs sind fünfzig bis sechzig Mitarbeiter aus der Region eingeplant, die Wartungsarbeiten und Überprüfungen durchführen. Im März wurde im Hafen von Thorsminde ein neues Servicezentrum eröffnet, das Lager, Werkstatt und Büros beherbergt und als zentrale Anlaufstelle für Ersatzteile, Logistik und technische Betreuung sowie Schulungen dient.
Offshore-Windpark Thor als Gemeinschaftsprojekt von RWE und Norges Bank
Für das Offshore-Projekt Thor haben RWE und Norges Bank Investment Management ein Joint Venture gegründet, wobei RWE mit 51 Prozent dominiert und Norges Bank Investment Management 49 Prozent beisteuert. RWE übernimmt sämtliche Projektphasen von der Machbarkeitsstudie über die Genehmigungsprozesse bis zur Installation der Windenergieanlagen. Während des gesamten Lebenszyklus gewährleistet der Konzern Wartung, Ersatzteilversorgung, Leistungscontrolling sowie die kontinuierliche Anpassung an technische Standards und regulatorische Vorgaben. Verantwortet RWE Umweltmonitoring, Risikoanalysen und Wirtschaftlichkeitsprüfungen.
1,4-GW Sofia, 1,6-GW Nordseecluster und OranjeWind in Bau aktuell
Trotz der bereits bestehenden 18 Offshore-Windparks, einschließlich Rodsand 2 in Dänemark, investiert RWE kontinuierlich in neue Offshore-Kapazitäten. Aktuell befinden sich drei Großprojekte in der Realisierung: der 1,4-GW-Park Sofia in UK, der 1,6-GW-Nordseecluster mit einem RWE-Anteil von 51 Prozent vor der deutschen Nordseeküste sowie OranjeWind mit 795 MW installierter Leistung in den Niederlanden. Diese Pläne belegen RWEs Engagement für eine nachhaltige, skalierbare und zukunftsorientierte Energieversorgung. Sie unterstreichen die deutliche weltweite Wachstumsstrategie.
Durch die Kombination CO?-reduzierter Stahltürme und recycelbarer Rotorblätter beweist RWE mit dem Thor-Park, dass Offshore-Windkraft nicht nur umweltfreundlich, sondern auch wirtschaftlich rentabel sein kann. Die eingesetzten Technologien reduzieren den Lebenszyklus-Fußabdruck um bis zu 63 Prozent, während das Projekt mit 1,1 GW Leistung zuverlässig sauberen Strom liefert. Dank regionaler Wertschöpfung und neuen Arbeitsplätzen dient es als Vorbild für zukünftige Offshore-Windinitiativen weltweit. Es motiviert weltweit Investoren und Zulieferer, ihre Geschäftsmodelle maßgeblich nachhaltig auszurichten.

