Die Präsidentin des Bundesverbands WindEnergie, Bärbel Heidebroek, fordert eine konsequente Beschleunigung der Elektrifizierung und sorgt sich um die fehlende Investitions- und Rechtssicherheit. Europas Windkraft liefert bereits 20 Prozent des Stroms und reduziert fossile Importabhängigkeiten, während seit dem Beginn des Irankriegs die Ausgaben für fossile Energie um 22 Milliarden Euro gestiegen sind. Der Madrid Call to Action soll größere Ausschreibungsvolumina, effiziente leistungsfähige Netze, transparente, lokale Wertschöpfung und beschleunigte rechtsverbindliche Genehmigungsverfahren ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Strompreise stabilisieren sich durch Ausbau der Windenergie und Energienetze
Der Ausbau der Windenergie in Europa ist ein Schlüssel zur Gewährleistung einer stabilen, unabhängigen Stromversorgung, da er die Importabhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert und Versorgungslücken ausgleicht. Nur mit einer deutlichen Kapazitätserweiterung lässt sich ein krisenresilientes Verteilernetz aufbauen und extreme Preisschwankungen vermeiden. Schätzungen des Bundesverbands WindEnergie zufolge zahlt die EU aktuell zusätzlich etwa 500 Millionen Euro pro Tag für fossile Energieimporte. Diese Aufwendungen konkurrieren mit Investitionen in erneuerbare Technologien verzögern Infrastrukturprojekte.
Heimische Stromerzeugung aus Wind entlastet EU-Haushalte durch geringere Kosten
Gemäß Heidebroek bildet die heimische Erzeugung erneuerbarer Energiequellen die Basis für ein sicheres, unabhängiges europäisches Energiesystem. Windenergie gewährleistet Versorgungssicherheit, fördert regionale Wirtschaftsentwicklung und stärkt die strategische Unabhängigkeit. Bereits jetzt werden 20 Prozent des europäischen Strombedarfs durch Windenergie gedeckt, in Deutschland sogar 30 Prozent. Die Branche investiert 2025 insgesamt 45 Milliarden Euro in den Ausbau zusätzlicher Kapazitäten, um die Stabilität und Resilienz der Energiemärkte zu erhöhen und technologische Innovationen effektiv voranzutreiben.
Energie der Zukunft erfordert schnelle Netzausbauinvestitionen und klare Politikmehrheiten
Die Forderung von Bärbel Heidebroek richtet sich an die Politik, ein klares Bekenntnis zur zügigen Elektrifizierung und zu investitions- wie rechtsfreundlichen Rahmenbedingungen abzugeben. Wesentlich seien ausgeweitete Ausschreibungsvolumina für Windkraftprojekte und der rasche Ausbau leistungsfähiger Netze. Deutschland hat bereits die Genehmigungsdauer neuer Anlagen um 50 Prozent reduziert. Diese Effizienzsteigerung müsse nun auch beim Netzausbau gelten, um ein widerstandsfähiges Energieversorgungssystem der Zukunft zu etablieren. Dies verbessert Versorgungssicherheit, stärkt Wirtschaftskraft und senkt Emissionen.
Netze stärken, Nachfrage flexibilisieren und Ausbau beschleunigen im Fokus
Die Präsidentin betont die strategische Relevanz des 10-Punkte-Plans von WindEurope, der konkrete Schritte zur schnellen Expansion der Windenergie und zur Stabilisierung des Stromnetzes definiert. Schwerpunkt ist die Einführung flexibler Nachfrageinstrumente und die Umsetzung praktikabler Direktbelieferungsmodelle. Zudem werden zusätzliche Co-Location-Speicher gefordert, um jede verfügbare Kilowattstunde Windstrom vollständig ins System einzuspeisen. Deutschland soll als Innovationsführer agieren, während die nationale Windkraftbranche ihre volle Einsatzbereitschaft signalisierend auf zügige politische Maßnahmen drängt. Investitionsschutz und Effizienzsteigerung.
Der Madrid Call to Action zusammen mit dem WindEurope 10-Punkte-Plan zielt darauf ab, Preisschocks auf den Strommärkten zu verhindern und die europäische Energiesystemresilienz zu stärken. Sie fordern den raschen Ausbau von Windparks, den Aufbau moderner Speicherkapazitäten und eine verbesserte Netzintegration. Durch abgestimmtes Zusammenspiel dieser Elemente können volatile Einspeisespitzen abgefedert, Importabhängigkeiten reduziert und langfristig verlässliche Energiepreise für Haushalte, Gewerbe und Industrie gesichert werden. Ergänzend fördern klare Rechtsrahmen und digitale Innovationsprojekte das Wachstum.

