Im Rahmen der Elektrifizierungsstrategie der Baden-Airpark GmbH sind am Verkehrsflughafen Karlsruhe/Baden-Baden zehn vollelektrische Bodenstromaggregate inklusive Ladeinfrastruktur implementiert worden. Die batteriebetriebenen Einheiten ersetzen Diesel-GPUs und reduzieren CO?-Emissionen pro Flugzeugumschlag um über 40 Prozent. Gleichzeitig entfallen Abgase, Feinstaub und Stickoxide, wodurch sich die Lärmbelastung am Vorfeld deutlich verringert und die Arbeitsbedingungen für Bodenpersonal verbessert werden. Das 1,5 Millionen Euro Projekt wird mit 573.000 Euro Bundesförderung unterstützt. NOW GmbH und BAV koordinieren Förderung.
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Integrierte Ladeinfrastruktur ermöglicht flexible und schnelle Wiederaufladung vollelektrischer Bodenstromaggregate

FKB GPU3 (Foto: Baden-Airpark GmbH)
Kurz vor Abschluss einer 1,5-Millionen-Euro-Investition wurden am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden zehn vollelektrische Bodenstromaggregate in Betrieb genommen. Die Geräte ersetzen Diesel-GPUs, liefern elektrische Energie bei abgeschaltetem Hilfstriebwerk für Checksysteme, Bordbeleuchtung, Klimatisierung und andere Anwendungen. Durch die integrierte Ladeinfrastruktur lässt sich der Stromspeicher flexibel aufladen. Gefördert mit rund 573.000 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr trägt das Projekt zur CO?-Reduktion, Lärmminimierung und Modernisierung der Bodenabfertigung bei. Die Maßnahme unterstützt Klimaschutzziele und erhöht Effizienz.
Über 40 Prozent CO?-Einsparung pro Flugzeugumschlag durch effiziente e-GPUs
Nach Angaben des Herstellers ermöglichen die neuen e-GPUs eine Verringerung der CO2-Emissionen um mehr als vierzig Prozent pro Flugzeugumschlag im Vergleich zu herkömmlichen Diesel-Aggregaten. Gleichzeitig wird die Ausstossmenge an Feinstaub und Stickoxiden auf null gesenkt. Durch den fehlenden Dieselantrieb reduziert sich zudem die Schallbelastung auf dem Rollfeld deutlich, was in den kritischen Ein- und Ausstiegsphasen zu einer leiseren Atmosphäre beiträgt und die Arbeitsbedingungen verbessert. Die Einhaltung strenger Umweltvorschriften wird gefördert.
Gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung entsteht durch emissionsfreie Bodenstromversorgung für Flughafenmitarbeiter spürbar
Die vollelektrischen e-GPUs gewährleisten am Vorfeld einen deutlich reduzierten Geräusch- und Emissionsausstoß, wovon insbesondere unser Bodenpersonal profitiert. Andreas Schweizer, Geschäftsführer der Baden-Airpark GmbH, hebt hervor, dass durch den Wegfall von Dieselmotoren weniger gesundheitsschädlicher Feinstaub und Stickoxide freigesetzt werden. Die dadurch entstehende ruhigere und schadstoffärmere Umgebung verbessert nachweislich die Arbeitsbedingungen, reduziert Stressbelastung und steigert die Effizienz sowie Sicherheit in allen Bodenabfertigungsprozessen. Mitarbeiter erfahren dadurch weniger Belastung, was Gesundheit fördert und Ausfallzeiten.
Elektrifizierungsoffensive am Baden-Airpark umfasst e-GPUs, Förderbänder und Follow-Me-Fahrzeuge komplett
Die Integration vollelektrischer Bodenstromgeräte stellt einen zentralen Baustein im Nachhaltigkeitskonzept der Baden-Airpark GmbH dar. In Verbindung mit bereits elektrifizierten Gepäckförderbändern und Follow-Me-Fahrzeugen entsteht eine ganzheitliche, emissionsfreie Infrastruktur am Vorfeld. Durch Einsatz digitaler Steuerungssysteme und intelligenter Vernetzung aller Ladepunkte wird die Effizienz gesteigert und die Ausfallsicherheit erhöht. Langfristig sollen sämtliche Bodenservices CO?-frei betrieben werden, sodass der Flughafen seinen Beitrag zum klimaneutralen Luftverkehrsnetz leisten kann unter Berücksichtigung nationaler Förderprogramme und innovativer Partnerschaften.
E-GPU-Investition kostet 1,5 Millionen Euro, Verkehrministerium zahlt 573.000 Euro
Die Baden-Airpark GmbH hat für die Anschaffung und Inbetriebnahme der vollelektrischen Bodenstromaggregate über 1,5 Millionen Euro aufgewendet. Aus diesen Mitteln übernimmt das Bundesministerium für Verkehr einen Zuschuss von circa 573.000 Euro. Dieser Beitrag mindert den Eigenkapitalbedarf und schafft Planungssicherheit für das Projekt. Neben der finanziellen Entlastung symbolisiert die Unterstützung des Bundes das gemeinsame Interesse an einem nachhaltigeren Flughafenbetrieb und bekräftigt die nationale Strategie zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Vollständig umsetzbar damit.
Förderung alternativer Bodenstromtechniken an Flughäfen stärkt Klimaschutz und Innovationsfähigkeit
Die Bodenstrom-Richtlinie des Bundes unterstützt gezielt Projekte zur Nutzung alternativer Technologien für eine klima- und umweltfreundliche Bereitstellung von Bodenstrom an Flughäfen. Innerhalb dieses Programms koordiniert die NOW GmbH die Antragsvergabe, organisiert technische Begutachtungen und überwacht die Einhaltung der Förderrichtlinien. Die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) führt die detaillierte Prüfung der Unterlagen durch und erteilt abschließend die offizielle Förderzusage auf Basis der regulatorischen Vorgaben. Damit wird eine nachhaltige Dekarbonisierung der Bodenprozesse vorangetrieben.
Die Baden-Airpark GmbH hat am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden zehn vollelektrische Bodenstromaggregate in Betrieb genommen und damit eine nachhaltige Alternative zu Diesel-GPUs eingeführt. Diese e-GPUs ermöglichen emissionsfreie Stromversorgung beim Flugzeugumschlag, reduzieren CO?-Ausstoß um über 40 Prozent sowie Lärm und Luftschadstoffe. Vorfeldmitarbeiter profitieren von einer ruhigeren, saubereren Umgebung. In Verbindung mit der bereits elektrifizierten Fahrzeugflotte stellt diese Initiative einen wesentlichen Beitrag zur sukzessiven Dekarbonisierung des gesamten Flughafenbetriebs dar. optimiert langfristig Betriebseffizienz sowie betriebsabläufe.

